Kooperationen / Arbeitsergebnisse

Die sechs verschiedenen Arbeitsgruppen konnten folgende Kooperationen vereinbaren:

  • Die Arbeitsgruppe 1 „Zugang zum Arbeitsmarkt und erfolgreiche Selbstständigkeit“ plant eine Kooperation zur Entwicklung eines bundesübergreifenden Konzepts zum niederschwelligen Zugang zur Erzieherausbildung. Ein erster Schritt wäre eine Tagung zwecks Austausch und Verzahnung verschiedener Konzepte aus verschiedenen Bundesländern.

 

  • Arbeitsgruppe 2 „Verbesserung der Bildungssituation“ plant die Gründung eines deutschlandweiten, tragfähigen Bildungsberater-Netzwerks. Weiterhin sind Konzepte, die die Hemmschwellen zum Zugang zur Bildung abbauen sollen, gefordert. Darüber hinaus soll Einfluss auf Bildungspläne der Bundesländer ausgeübt werden, denn das Thema Antiziganismus und Roma und Sinti sollte darin verpflichtend gemacht und entsprechende Lehrerfortbildungen entwickelt werden.

 

  • In der Arbeitsgruppe 3 „Verbesserung der sozialen Lage und der Wohnsituation“ wurden folgende Kooperationen verabredet:
  1. Tagung zur Präsentation und Diskussion der Projektansätze von Roma und Sinti als Bildungsberater/innen und Schulmediator/innen in Dortmund, um das in Hamburg, Kiel, Köln und Berlin erfolgreiche Modell im Ruhrgebiet vorzustellen
  2. Onlineplattform für Sozialarbeiter und Beratungsstellen mit rechtlich verwertbaren Erfahrungsberichten, Gerichtsurteilen, Bundestagsdebatten usw. zur Vereinfachung der rechtlichen Beratungsarbeit
  3. Tagung zur Verknüpfung von Initiativen und Projekten für die Verbesserung der Wohnsituation von Roma mit beteiligungsorientierten Sanierungsträgern, um deren Know-How in die Arbeit einzubeziehen.

 

  • In der Arbeitsgruppe 4 „Antidiskriminierung“ wurde die Organisation eines regelmäßigen, bundesweiten Fachaustauschs zum Thema Antiziganismus verabredet, sowie die Gründung einer Medien-AG mit einem Meldesystem zur Prävention von Antiziganismus in den Medien und in der Populärkultur. Weiterhin sollen Begegnungen für die internen Debatte zur Reflexion über die eigene Kultur geplant werden, um zu untersuchen, ob und wie kulturelle Identitäten reformiert werden können (Stichworte Opferrolle, Vorbilder).

 

  • Die Arbeitsgruppe 5 „Bleiberecht, Migration und internationale Projekte“ hat Denkanstöße für die Gründung einer bundesweiten AG Bleiberecht gegeben, die in der EU eine strukturelle Auseinandersetzung mit Antiziganismus anregen und überprüfen soll, inwieweit die bestehenden gesetzlichen Regelungen ausgenutzt werden, sowie außerdem Fallbeispiele sammeln und präsentieren soll. Darüber hinaus wäre ein Projekteatlas mit Initiativen für Bleiberecht sinnvoll.

 

  • Ergebnis der Arbeitsgruppe 6 „Kulturprojekte“ war, dass die Deutungshoheit über Sinti- und Roma-Kultur bei der Minderheit bleiben muss und ihre nachhaltige Förderung aus Bundesmitteln sichergestellt werden sollte, beispielsweise in Form eines Kulturfonds für die Minderheit.