»Every Day is Romaday!« – Ein Dialog

»Sinti und Roma müssen auch heute um ihre Rechte kämpfen. Deshalb ist es eine deutsche und eine europäische Aufgabe, sie dabei zu unterstützen, wo auch immer und innerhalb welcher Staatsgrenzen auch immer sie leben.« (Bundeskanzlerin Angela Merkel, Berlin, 24. Oktober 2012)

Es ist fünf Jahre her, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Worte in ihrer Rede anlässlich der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma äußerte. Doch wer nimmt sich dieser Aufgabe an? Werden die Rechte von Roma und Sinti in Deutschland eingehalten und hat sich die Chancengleichheit für sie hierzulande seitdem verbessert?

Fakt ist, dass antiziganistische Vorurteile in der deutschen Gesellschaft nach wie vor tief verankert sind. Eine Mehrheit der Deutschen will Sinti und Roma nicht in ihrer Nachbarschaft haben, sie gar aus den Innenstädten verbannen. [1]

Das ist nicht hinnehmbar!

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Als Bündnis aus Roma- und Nicht-Roma-Organisationen ist das Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas deutschlandweit im Kampf gegen Antiziganismus aufgestellt. Mit unserem Aufruf »Every Day is Romaday! « erinnern wir an die tägliche Diskriminierung von Sinti und Roma. Um effektiv dieser Diskriminierung entgegen treten zu können, möchten wir Akteur*innen aus den Vereinen, Verwaltungen, Parlamenten und Bildungseinrichtungen des gesamten Bundesgebiets zusammen bringen. Gemeinsam wollen wir bereits bestehende Antidiskriminierungsmaßnahmen, die Praxis in den Bereichen Arbeit, Bildung, Soziales und Wohnen sowie Zuwanderung dokumentieren, diskutieren und auswerten. Wo gibt es noch Handlungsbedarf? Was muss getan werden, um weiterhin bestehende, oft verborgene Benachteiligungen abzubauen? Wo muss zielgerichtet gefördert und wo müssen die bestehenden Angebote verbessert werden?

 

Lernen aus der Praxis – bundesweit gegen Antiziganismus!

Geschehen soll dies im Rahmen der Fachkonferenz »Every Day is Romaday! Dialog mit Politik, Behörden und Bildungseinrichtungen in Deutschland« am 22. November 2017 in Berlin. Vorbereitend veranstalten wir Landesfachtage sowie Jugend- und Schulworkshops in den verschiedenen Bundesländern. Ziel ist eine gemeinsame Abschlusserklärung mit konkreten Forderungen zur Gleichstellung von Sinti und Roma in Deutschland, die an die neue Bundesregierung übergeben werden soll.

 

Die Konferenz »Every Day is Romaday! Dialog mit Politik, Behörden und Bildungseinrichtungen in Deutschland« wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« . Mit Unterstützung der Freudenberg Stiftung und der Theresia-Zander-Stiftung.

 

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[1] Siehe „Die enthemmte Mitte“ Studie der Universität Leipzig in Kooperation mit der Heinrich Böll-, der Otto Brenner- und der Rosa Luxemburg-Stiftung (2016).