Fünf Jahre im Überblick

19. Dezember 2008                                                                                    Gedenkveranstaltung mit offiziellem Baustart des Denkmals für die ermordeten Sinti und Roma

Am 19. Dezember 2008 vollzog Kulturstaatsminister a. D. Bernd Neumann den offiziellen Baustart des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma. Zur rahmenden Gedenkveranstaltung am Standort des zukünftigen Denkmals sprach auch der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit.

23. Oktober 2012                                                                                                       Ausgrenzung, Deportation und Zwangsarbeit – Schicksal eines Sinto in Ostpreußen

Im Ort der Information wurde am Vorabend der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, das Buch »Ich wollte nach Hause, nach Ostpreußen! Das Überleben eines deutschen Sinto« von Reinhard Florian vorgestellt.

Die Lebensgeschichte von Reinhard Florian steht stellvertretend für die Ausgrenzung, Entrechtung und Entmenschlichung der Sinti und Roma in den Jahren 1933 bis 1945.

Bild: Reinhard Florian, Foto: Stephan Pramme

24. Oktober 2012
»Jetzt haben wir endlich ein Zuhause.«

Reinhard Florian, Überlebender, bei der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas. Über 1200 Gäste waren zur Einweihung nach Berlin gekommen.

Bild: Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Reinhard Florian am Rand des Brunnens, Foto: Marko Priske

13. Dezember 2012
Podiumsdiskussion: »Familienweise Einweisung in ein Konzentrationslager«
Die Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (EVZ) luden zur Podiumsdiskussion »Familienweise Einweisung in ein Konzentrationslager« zum Völkermord an Sinti und Roma. Anlass ist der Jahrestag des »Ausschwitz-Erlass« mit dem Heinrich Himmler vor 70 Jahren die systematische, massenhafte Ermordung von Sinti und Roma aus dem Deutschen Reich einleitete.

23. + 24. Oktober 2013
Konferenz und Podiumsdiskussion: »Dieses Denkmal ist kein Schlussstrich«
Ein Jahr nach der Eröffnung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas veranstalteten die Stiftungen »Denkmal für die ermordeten Juden Europas« und »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (EVZ) sowie das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst ein international besetztes wissenschaftliches Kolloquium zur schwierigen Forschunglage über die Verfolgung der Roma in Mittel- und Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs. Aus Anlass des Jahrestages wird darüber hinaus die öffentliche Wahrnehmung des Denkmals in den Blick genommen. Bild: Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

2. August 2014

»Du gehst, und wir werden verbrannt ...«

Am späten Abend erinnerte die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gemeinsam mit dem Berliner Verein RomaTrial e.V. an die 2.900 als arbeitsunfähig eingestuften Kinder, Frauen und alte Menschen, die in der Nacht auf den 3. August 1944 vor genau 70 Jahren im Zuge der Auflösung des sogenannten Zigeunerfamilienlagers in Auschwitz-Birkenau ermordet wurden.

Bild: Schriftstellerin Olga Grjasnowa liest aus den Erinnerungen Elisabeth Guttenbergers

16. September 2014
»Sinti und Roma – Die unerwünschte Minderheit«
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Historiker und Sprecher des Beirats der Stiftung Denkmal, stellte seine neueste Publikation »Sinti und Roma: Die unerwünschte Minderheit. Über das Vorurteil ›Antiziganismus‹« im Ort der Information des Denkmals für die ermordeten Juden Europas vor.
Bild: Prof. Dr. Wolfgang Benz

8. April 2015
»Lasst die Menschen doch leben, wo sie wollen.«

»Lasst die Menschen doch leben, wo sie wollen. Sie sind Teil dieses Landes und dieser Gesellschaft. Wohin sollen sie denn abgeschoben werden? Ins Elend!« Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nizaqete Bislimi anlässlich des Internationalen Tags der Roma bei einer Kundgebung vor dem Denkmal, veranstaltet von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, zusammen mit dem BundesRomaVerband, der Hildegard Lagrenne Stiftung sowie dem Romno Kher. Mit Christine Lüders (Antidiskriminierungsstelle des Bundes), Romeo Franz (Hildegard Lagrenne Stiftung) u.a.

Bild: Christine Lüders, Leitung Antidiskriminierungsstelle des Bundes

2. August 2015
»Phagedo Dschi – Zerrissenes Herz«

Die Gedenkveranstaltung anlässlich der der Liquidation des sogenannten Zigeunerfamilienlagers in Auschwitz-Birkenau organisierte die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gemeinsam mit der Galerie Kai Dikhas, dem RomnoKher, der Hildegard Lagrenne Stiftung und RomaTrial e. V. Höhepunkt der Veranstaltung war die musikalisch-theatralischen Performance »Phagedo Dschi – Zerrissenes Herz«, die eigens für die Gedenkzeremonie unter der künstlerischen Leitung von Dotschy Reinhardt und Moritz Pankok entwickelt wurde.
Bild: Hamze Bytyci, Roma Trial e. V., während der Performance »Phagedo Dschi – Zerrissenes Herz«, Foto: Stefan Zeitz

27. Januar 2016
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Aus Anlass des 71. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz fand am 27. Januar 2016 eine Gedenkzeremonie statt. Eingeladen hatte der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma. Viele der Gäste, darunter die beiden Bundestagsvizepräsidentinnen Petra Pau und Claudia Roth, legten Kränze nieder. Bild: Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats

2. August 2016
»Mare Manuschenge – Unseren Menschen«

Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die Hildegard Lagrenne Stiftung, RomaTrial und RhomnoKher luden zur Gedenkstunde anlässlich der Ermordung der letzten Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau 1944 ein. Mit Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau, dem Architekten Dani Karavan und den beiden Holocaust-Überlebenden Leon ›Henry‹ Schwarzbaum sowie Ivan Marazan
Bild: Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau MdB, Foto: Marko Priske

2. August 2017
»… ohne Worte … keine Tränen.«

Die Stiftung Denkmal erinnerte zusammen mit RomaTrial, RomnoKher, der Jüdischen Studierendenunion Deutschland, der Hildegard Lagrenne Stiftung und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma sowie den etwa 150 Gästen an die Ermordung der letzten Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau 1944. Santino Spinellis Gedicht »Auschwitz« wurde von Medina Maksuti auf Romanes vorgetragen. Mit Autorin und Bürgerrechtlerin Anita Awosusi, Bundesminister a. D. Prof. Dr. Christian Schwarz-Schilling und Staatsminister Michael Roth MdB.
Bild: Michael Roth MdB, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt. Foto: Mike Schmidt