Fünf Jahre

Unter der Herrschaft des Nationalsozialismus wurden von 1933 bis 1945 Hunderttausende Menschen in Deutschland und anderen europäischen Ländern als »Zigeuner« verfolgt. Die größten Gruppen in Europa waren die Sinti und Roma. Ziel des nationalsozialistischen Staates und seiner Rassenideologie war die Vernichtung dieser Minderheit: Kinder, Frauen und Männer wurden verschleppt, an ihren Heimatorten oder in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet.

1992 beschloss die Bundesregierung die Errichtung eines nationalen Denkmals in Erinnerung an die Ermordung der als »Zigeuner« verfolgten europäischen Sinti und Roma. Das zwanzig Jahre später, am 24. Oktober 2012, eröffnete Denkmal des Künstlers Dani Karavan besteht aus einem Brunnen mit einem versenkbaren Stein, auf dem täglich eine frische Blume liegt. Darüber hinaus informieren Tafeln über Ausgrenzung und Massenmord an dieser Minderheit während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft.

Lage: Simsonweg/Scheidemannstraße – zwischen Brandenburger Tor und Reichstagsgebäude, 10557 Berlin

Weitere Informationen über die Verfolgung der Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten sowie Hintergründe zum Denkmal finden sich auf der Website der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

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